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Astrologie und Kaninchen

Das Kaninchen als Symbol in der Astrologie verschiedener Kulturen

Das Kaninchen taucht weltweit in den Überlieferungen und der Astrologie vieler alter Kulturen auf. Die astrologische oder mythische Interpretation dieses Tieres ist in den meisten Fällen ein Symbol für Fruchtbarkeit. Die Fruchtbarkeitssymbolik resultiert sehr wahrscheinlich daraus, dass diese Tierart sich in kurzer Zeit sehr schnell vermehren kann. Selbst wenn viele Tiere durch Kaninchenkrankheiten wie Seuchen vernichtet wurden, erholen sich die Bestände sehr schnell wieder, denn Kaninchen haben mehrmals im Jahr Nachwuchs und viele Junge.
In der Astrologie der Azteken bestand die Erde beispielsweise aus einer Scheibe, diese Scheibe wurde in Abschnitte, die den vier Himmelsrichtungen entsprachen, eingeteilt. Im Süden herrschte dabei das Kaninchen. Weiter gab es in der aztekischen Astrologie einen Kalender mit einer Einteilung von 260 Tagen, dabei wurden jedem Tag des astrologischen Jahres natürliche Ereignisse, Tiere und Pflanzen zugeordnet und dann interpretiert. Ein Jahrestag trug den Namen „Zwei Kaninchen“, die astrologische und religiöse Interpretation der Azteken hierzu war, dass alle Menschen, die an diesem Tag geboren wurden, eine besondere Vorliebe für alkoholische Getränke haben müssten. Die Azteken machten in ihrer Astrologie und ihrem Glauben sehr feine Unterschiede und Abstufungen, deshalb gab es bei ihnen etwa 400 kaninchenartige Fruchtbarkeitsgötter. Die Astrologie der Ägypter, die eher der Astronomie zugeordnet werden kann, wurde von Göttern beherrscht. In alten ägyptischen Hieroglyphen findet sich der Hase als Symbol für das Dasein. Bei den amerikanischen Ureinwohnern, die auch ein astrologisches Verständnis haben, wird diese Tierart ebenfalls als Symbol für Fruchtbarkeit angesehen. Die Astrologie der alten Griechen bestand hauptsächlich aus Vorhersagen von Orakeln, die Gabe des Zukunftsehens wurde den Orakeln von Göttern gegeben. Der Hase

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war das Symbol für eine Göttin, die über Zauber herrschte und Macht über den Himmel und die Erde hatte. Außerdem stand sie für Fruchtbarkeit.
In der Chinesischen Astrologie gibt es zwölf verschiedene Zeichen, die zyklisch jeweils ein Jahr repräsentieren. Diese Zeichen werden durch Tiere symbolisiert, eines davon ist der Hase, der manchmal auch als Kaninchen bezeichnet wird. Der Hase als Zeichen der Chinesischen Astrologie ist ein besonderer Glücksbringer. Wer unter diesem astrologischen Zeichen geboren wurde, soll nach dem chinesischen Glauben die magische Kraft des Mondes für sich nutzen können.

Im heutigen Christlichen Glauben ist der Osterhase bekannt. Zu Ostern feiert man im Christentum die Auferstehung von Jesus, dem Sohn Gottes, nachdem er gekreuzigt wurde. Zur Zeit des Auferstehungsfestes wurde früher zeitgleich im heidnischen Glauben das Fest der Fruchtbarkeit und des Frühlings gefeiert, deshalb wurden die Symbole hierfür an den Christlichen Glauben angepasst, zwei davon sind der Osterhase und natürlich das Ei. Osterhasen und bemalte Eier kann man heute jedes Jahr zum Osterfest in vielen Formen kaufen, zum Beispiel aus Schokolade. Geschlachtete Kaninchen kaufen, um sie dann zum Fest als Braten zu verzehren, oder junge Tiere zu Ostern zu verschenken, lässt sich ebenfalls auf heidnische astrologische Fruchtbarkeitsvorstellungen zurückführen

 

 

 

 

 

 

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